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Zwischen Lachen und Leiden

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(03.02.2012) Die Chemie stimmt bei Torsten Laen und Johannes Sellin, obwohl zwischen den beiden Spielern der Füchse Berlin beinahe eine ganze Karriere liegt. Warum der eine die Drills des anderen braucht und wie ein Handballer zum Sesamstraßen- Fan wird, zeigt unser Doppelportrait. Und das einige Tage vor dem ersten Liga- Knaller der Rückrunde zwischen dem HSV Hamburg und - den Füchsen aus Berlin.Sie haben Spaß am Spiel, nicht nur auf der Platte. Torsten Laen und Johannes Sellin – zwei echte Füchse in Berlin. Laen, aus Odense auf der dänischen Insel Fünen, spielt im dritten Jahr in der Hauptstadt. Deutsch kann der 31-jährige Füchse-Kapitän schon länger.
Torsten Laen : Ich komme aus dem Süden von Dänemark und wir haben dänisches Fernsehen gehabt damals. Und ja, ich habe Kinderprogramme gesehen – Sesamstraße, 1, 2 oder 3 oder was das heißt
alles.Sellin – mit Jewgeni Pevnov am Kreis vielleicht das hoffnungsvollste Füchse-Talent. Auf dieser Position spielt auch Torsten Laen. Doch der zweifache Champions-League-Sieger mit Ciudad Real denkt weniger an mögliche Konkurrenz als ans Team.
Torsten Laen: Für uns oder für mich ist es wichtig, dass wir ein gemeinsames Team haben und da dürfen wir allen helfen, egal ob es Abwehr oder ob es die gleiche Position im Angriff ist oder so etwas. Das finde ich ganz natürlich.
Ein Inselkind ist auch der elf Jahre jüngere Johannes Sellin. Der gebürtige Usedomer gehört sogar schon seit 2006 zu den Füchsen. Der Juniorenweltmeister von 2011 schickt sich an, einen ähnlich erfolgreichen
Karriereweg zu gehen wie sein Captain. Um das zu schaffen, helfen Sellin Tipps des dänischen Hünen.
Johannes Sellin: Ich kann viel lernen vom Torsten, ja. Vo
n den Erfahrungen, die im Spiel in gewissen Situationen getroffen werden und allgemein in meinem Abwehrverhalten kann ich glaube ich noch bisschen was lernen. Da werd ich schon jedes Training ein bisschen rangenommen. Und Torsten ist natürlich mein Vorbild, natürlich. (Laen klopft ihm auf die Schulter: „Gut gesagt, gut gesagt.“)
Die Stimmung untereinander ist gut, genau wie viele der Auftritte des Usedomers. Sellins Jugendtrainer war immerhin der aktuelle Bundestrainer Martin Heuberger. Es kann also noch hoch hinausgehen. Braucht es dazu einen strengen Kapitän?
Torsten Laen: Ich helfe natürlich ein bisschen, aber ich glaube das ist so wie bei allen anderen Jungen. Manchmal müssen wir sie auf dem Boden halten und manchmal müssen wir sie auch hinten ein bisschen … am äh … ja was heißt das in Deutsch? … (Sellin) Vielleicht in den Arsch treten … (Laen) In die Arsch treten. Darf man das sagen hier? Ah ok. Die Füchse Berlin wollen sich dauerhaft in der Ligaspitze etablieren. Der Grundstein: eine funktionierende Mannschaft. Und die Devise des Kapitäns setzen alle auch in der freien Zeit abseits der Platte um.
Johannes Sellin: Wenn wir uns zum Beispiel in der Freizeit treffen, zum Beispiel zum Golfen, dann treffen wir uns auch mit älteren Spielern und golfen halt mit denen zusammen. Also das kommt auch schon mal vor, also da gibt’s jetzt keine großen Probleme.Torsten Laen): Vielleicht sind wir zu langweilig, weil wir reden über Kinder oder so etwas und sie möchten vielleicht lieber über etwas anderes ...
(Selling: „Playstation“) … reden. Inselkinder, Teamplayer, Füchse – Torsten Laen und Johannes Sellin verstehen sich. Und noch schaut der Junge vielleicht ein bisschen zum Älteren auf.
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