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Auftakt Rehacare 2012

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(11.10.2012) Selbstbestimmt zu leben - das fällt vielen Menschen ohnehin nicht leicht. Körperlich oder
geistig eingeschränkten Personen aber stehen häufig so viel mehr Hürden im Weg, dass
ohne Hilfsmittel ein weithin als normal bezeichnetes Leben fast unmöglich ist.
Und die Entwicklung dieser Hilfsmittel bleibt nicht stehen - wie zuletzt bei den Paralympics in
London gesehen, sind Prothesen, Orthesen oder etwa Rollstühle inzwischen High-Tech.
Aber auch in ganz anderen Bereichen tut sich viel - alles mit dem Ziel, behinderten
Menschen ein Stück Freiheit zurück zu geben.Eigentlich ist ein Wohnmobil schon ein Stück Freiheit. Schlafen, fahren, kochen, wohnen -
kurz „leben“ - wo immer man will. Bisher war es Rollstuhlfahrern allerdings nicht
uneingeschränkt möglich, überhaupt ins Mobil reinzukommen. Jetzt haben ein
Wohnmobilhersteller und ein Fahrzeug-Umbauer dies grundlegend geändert - serienreif,
allerdings für über 80.000 Euro.
Schmidt: „Für uns war es sehr wichtig, eine Person wie Dino Cordas zu haben. Der hat
vor sechs Jahren einen schweren Autounfall gehabt, und ist seit dem im Rollstuhl
querschnittsgelähmt. Das war für uns natürlich klasse, den Dino hinzuzuziehen, wirklich zu
holen, und ich weiß noch die erste Situation, und die Augen von ihm, die waren so genial, da
drinnen sagt er dann: ,nach sechs Jahren bin ich wieder im Mobil!’“
Noch muss das Mobil ohne diesen Kameraden auskommen. Ein Butler in Roboterform - ein
Vertreter der Gattung Assistenz-Technologie. Die NRW-Ministerin Steffens und NRWMinister
Schneider sind fasziniert und hoffen dadurch auf mehr Teilhabe Behinderter und auf
weitere positiver Effekte.
Steffens: „Ich glaube, das ist sehr wichtig, einmal im Interesse der Menschen mit
Behinderung, die zum Beispiel, wenn eine solche Technologie ausgereift ist, über dieseTechnologie auch den Weg ins Erwerbsleben zurückfinden können. Und zum anderen hat
das auch eine ökonomische Dimension, das kann ein Exportschlager werden.“
Schneider: „Es gibt auch Dinge, die dürfen mehr kosten. Nämlich da, wo es darum geht,
dass alle Menschen ein Recht darauf haben, Teil dieser Gesellschaft zu sein. Da müssen
die, die leistungsfähiger sind für die, die es nicht können, halt auch mit aufkommen. Da muss
Technik - als Mittel zum Zweck! - um wieder Begegnungen, um wieder Berufstätigkeit zu
haben, auch finanziert werden.
Und auch das bedeutet Freiheit: Das elektrisch unterstützte Handbike bietet
Querschnittgelähmten die Möglichkeit, auch steilere Berge oder anderes unwegsames
Gelände zu befahren - auf mittlere Distanz.
Dieses Exoskelett soll einen Marathon durchhalten - das besondere allerdings dürfte sein,
dass selbst vollständig Querschnittgelähmte hiermit wieder laufen können. Etwas
mechanisch noch, dafür aber sogar trepp-aufwärts. Ganz sicher ein Stück Teilhabe, ganz
sicher ein Stück Freiheit.
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