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Copy and taste? Chinesischer Wein kommt!

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(07.03.2012) Was wirklich exakt drin ist in dieser Flasche, ist für den Durchschnittsdeutschen sicher nicht leicht herauszufinden. Rotwein - wahrscheinlich, aber schon die Rebsorte bleibt unklar, ohne Kenntnisse der chinesischen Schriftzeichen. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Chinesen liegt derzeit bei einem Liter Wein pro Jahr. 1,6 Mrd. Liter insgesamt also. Aber: Weintrinken wird immer beliebter bei Chinesen
Gao Xiaobo: „Es ist eine neue Art Alkohol, und grade junge Leute mögen das. Außerdem ist es gesund. Rot ist zudem eine Glücksfarbe, auch das mögen besonders die jungen Chinesen und trinken deshalb gerne Wein.“
Und auch andere Regionen haben meist durch klimatische Vorteile erkannt, dass Wein durchaus wirtschaftlich relevant sein kann - und auf der ProWein in Düsseldorf werden nun Händler und Abnehmer gesucht. Brasilien oder Kosovo - als so genannter Exot haben Weine durchaus Chancen, mehr als nur Nischenprodukt zu sein. Nicht nur das Klima - auch die Lebensphilosophie schwingt in den Winzereiprodukten mit - Samba im Sekt - warum nicht?Ana Paula Kleinowski: „Die ganze Authentizität, die Brasilianer haben, liegt im Wein, die Freundlichkeit, die Gastfreundschaft und die ganze Lebensfreude, die wir haben.“
Haxihjaha: „Unser Wein schmeckt nach wilden Früchten, zum Beispiel nach Erdbeeren -aber auch nach anderen Früchten.“
Derzeit bedrängen die exotischen Weine deutsche Produkte nicht. 60% des weltweit konsumierten Rieslings stammt laut Deutschem Weininstitut aus hiesigen Weinregionen. Chinesischer Weißwein ist da noch keine wirtschaftliche Gefahr.
Brüscher: „Wenn sie Riesling produzieren würden, glaube ich nicht, dass der auch in den Mengen und Qualitäten zur Verfügung steht, wie wir ihn hier in Deutschland haben, denn es ist schön, dass der Schieferboden an der Mosel und das Terroir, das wir hier haben, das kann man nicht exportieren und auch nicht kopieren.“
Und auch dieses Traditionsprodukt ist noch wenig bekannt in Deutschland: Goujiao Hirse- Schnaps - 53 Volumenprozent und seit 135 vor Christus dokumentiert. Der damalige chinesische Kaiser Han Wudi preiste Goujiao als „wohlschmeckend“. Und ganz klar: nur wer probiert, kann dieses Prädikat überprüfen.
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