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Go for Gold: München bewirbt sich für Olympia 2018

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(20.12.2010) Es war eine Peinlichkeit sondergleichen: als die Spitzensportler der Paralympics 1996 in Atlanta ihre Wettkämpfe teilweise in Ruinen austragen mussten, weil die Stadt bereits begonnen hatte, die olympischen Einrichtungen abzureißen !
Seither müssen die Bewerberstädte auch Planungen für die Durchführung der olympischen Spiele für Sportler mit körperlicher Behinderung vorlegen.
Jetzt rüstet sich München für die olympischen Winterspiele 2018 – und zugleich für die Paralympics drei Wochen danach.
Es war eine Peinlichkeit sondergleichen: Als die Spitzensportler der Paralympics 1996 in Atlanta ihre Wettkämpfe teilweise in Ruinen austragen mussten, weil die Stadt bereits begonnen hatte, die olympischen Einrichtungen abzureißen!

Ein Gutes hatte das Desaster aber doch: Seither müssen die Bewerberstädte in ihren Unterlagen auch
gleichzeitig Planungen für die Durchführung der olympischen Spielen für Sportlerinnen und Sportler mit körperlicher Behinderung vorlegen. Jetzt rüstet sich München für die olympischen Winterspiele 2018 – und zugleich für die Paralympics drei Wochen danach.2018 soll sich die Welt in München wie zuhause fühlen – als Gast der Olympischen und Paralympischen Winterspiele. Der Monoskifahrer Martin Braxenthaler ist davon überzeugt, dass paralympische Spiele alle Menschen bereichern können.

O-Ton Martin Braxenthaler
"Die Menschen mit Behinderungen, die versuchen sportliche Höchstleistungen zu erbringen, die sind auch für viele Menschen ein Vorbild."
Auch auf der Rennstrecke gibt es für Martin Braxenthaler keine Grenzen. Und auch im Alltag will er sich von seiner Behinderung nicht einschränken lassen.
Ziele, die auch für die Bewerbungsgesellschaft München 2018 ganz oben stehen. Hierfür ist Steffi Klein unter anderem zuständig. Zusammen mit Martin Braxenthaler besucht sie heute Sportstätten in Garmisch-Partenkirchen.

O-Ton: Steffi Klein
"Ich denke Olympische und Paralympische Spiele sind eine Riesen-Chance für eine Stadt und einen Landkreis, denn Barrierefreiheit in den Sportstätten und in dergesamten Infrastruktur bedeutet nicht nur Lebenserleichterung für Menschen mit Behinderung, sondern Lebenserleichterung auch für alle anderen Menschen. Für Mütter mit Kinderwägen, für alte Menschen.”

Auch die Sportstätten sollen so modernisiert werden, dass sowohl Sportler, als aus Zuschauer uneingeschränkt Zugang haben.

O-Ton Matthias Schöner:
"Es geht darum dass der behinderte Mensch an sich teil aller Zuschauer ist und in der Tribüne platziert wird und in der Tribüne seinen Sitzplatz hat. Weniger davor, dahinter oder zur Seite, sondern Teil der Zuschauermenge ist, das Gemeinsame ist an der Stelle ein ganz großer Aspekt.“

Bestehendes erhalten und nur dort aufstocken und umbauen, wo es notwendig ist – das ist das Motto. Im Vordergrund steht dabei immer eines: Barrierefreiheit - für alle!
Vorbild für das Planungsteam ist die behindertengerechte Allianz Arena.

O-Ton Joe Gross:
„Uns freut es besonders, dass die Allianzarena diese Anforderungen voll erfüllt. Für Rollstuhlfahrer gibt es natürlich barrierefreie Zugänge und auch Sitzplätze, wo man uneingeschränkte Sicht hat, auch wenn die anderen Menschen aufspringen. Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es einen speziellen Kommentar mit Kopfhörer und so wird wirklich gewährleistet, dass alle Menschen gemeinsam das Spiel
genießen können.“

Verena Bentele feiert als blinde Biathletin einmalige Erfolge. Auch privat ist sie ein großer Sport-Fan. Bei Fußballspielen in der Allianz-Arena fiebert sie mit – mithilfe dieses Live-Kommentars.
So kann die Spitzen-Biathletin sozusagen mit den Ohren "sehen".

O-Ton: Verena Bentele
"Man hat einerseits die Fans, die um einen herum sitzen, mit denen man das Spiel
genießen kann und andererseits sieht man auf dem Rasen, was passiert. Ich habe einfach nur andere Augen, die das für mich sehen und übersetzen und dadurch einfach das perfekte Sporterlebnis."
Das Projekt München 2018 wird auch von großen Teilen der Wirtschaft wohlwollend aufgenommen und unterstützt.

O-Ton: Joe Gross
“Es ist unglaublich wichtig, dass wir die Olympischen- und Paralympischen Spiele nach München 2018 holen. Ich glaube, es ist wichtig für die Stadt, die Region und das ganze Land. Die Allianz wird all ihre Expertise und Know-How mit einbringen, um die Bewerbung zum Erfolg zu führen.

Auch in den Münchner Olympiastätten sollen im Falle einer erfolgreichen Bewerbung für die Winterspiele 2018 alle Menschen sportliche Höhepunkte erleben und feiern können. Gemeinsam und ohne Unterschiede.
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