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Gut verpackt gegen Lebensmittelverschwendung

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(13.12.2013) Wenn Sie heute Abend ins Bett gehen, dann wahrscheinlich satt und hoffentlich zufrieden.
Möglicherweise haben Sie sich auch dagegen entschieden aus diätetischen Gründen - aber
das wäre dann Ihre Entscheidung. Einer von acht Menschen auf diesem Planeten geht
allerdings ungewollt hungrig ins Bett. Das rechnet die Food and Agricultural Organisation
(FAO) vor, und meint damit 870 Millionen Menschen weltweit. Im Jahr 2011 haben die FAO
und die Messe Düsseldorf GmbH darum die Kampagne Save Food ins Leben gerufen -
denn rund 1,3 Milliarden Tonnen der global produzierten Lebensmittel landen auf dem Müll.
Jetzt wurde bei parallel zu einer Veranstaltung in Nairobi, Kenia der hundertste Industrie-
Partner der Initiative begrüßt.

Damares Ngugi ist sehr stolz auf ihre kleine Farm am Rande Nairobis. Über’s
Jahr hält sie etwa 90 bis 120 Schweine für die Fleischproduktion und etwa 10
bis 15 Stück Milchvieh. Außerdem produziert sie das Futter für die Rinder
selbst, pflanzt und erntet Bananen, Mangos, Kürbisse, Kohl und anderes
Gemüse. Sie produziert Qualität, das ist ihr sehr wichtig, auch wenn sie weiß,
dass vermutlich etwa 30 Prozent ostafrikanischer Agrarprodukte nie den
Endverbraucher erreichen werden. Sie vergammeln irgendwo auf dem Weg
zum Markt.
ON Damares: "Zu mir kommen Leute, die holen meine Produkte ab. Auch die
Milch - das macht es einfach für mich. Ich muss einfach nur die Kuh melken
und die Leute können sie abholen. Wie auch heute um fünf, da holen sie
wieder Milch ab. Das ist alles. Ich mach mir nichts daraus, zum Markt zu gehen
und die Waren dort zu verkaufen. Die Händler kommen hierher um ihre
Lebensmittel zu kaufen."
Die Vereinten Nationen versuchen längst auf verschiedenen Wegen,
Nahrungsmittelverluste einzudämmen. Auch den Verlust von frischen
Exportartikel aus Afrika, die auf dem Weg nach Europa nicht ausreichend
geschützt sind und verrotten. Unter Anderem die Initiative SAVE FOOD und
die UNO haben sich dem Problem angenommen. Bei immer schneller
wachsender Weltbevölkerung ist die Vermeidung von Nahrungsmüll ein starker
Hebel im Kampf gegen Essensverschwendung.
ON Lucy: "Wir haben entschieden, dass wir uns auf die
Nahrungsmittelverschwendung konzentrieren wollen. Und die wiederum betrifft
hauptsächlich den Konsumenten - wir haben es also mit Privathaushalten zu
tun, mit Einzelpersonen und dem Einzelhandel. Aber auch einige Branchen wie
die Gastronomie und der Tourismus, und das sind einfach genau die
Brennpunkte an denen Lebensmittelverschwendung stattfindet."
Für viele Unternehmen ist der Markt in Afrika der Markt der Zukunft. Gerade
die Verpackungsindustrie setzt auf den Kontinent - nicht nur wegen der
Potentiale in Bereich auch nach Europa exportierter Nahrungsmittel wie
Mangos, Ananas und Co.
Kenias Kabinettsekretär für Industrialisierung, Adan Abdulla Mohammed, sieht
Chancen nicht nur im Kampf gegen Nahrungsmittelverluste. Generell könnte
Verpackungstechnologie der Wirtschaft nutzen in seinem Land - und
überhaupt in Afrika.
ON Mohammed: "Eine Wertsteigerung bei landwirtschaftlichen Produkten ist
nur begrenzt möglich - große Chancen aber bestehen im Bereich der
Verpackungen. Wir müssen die Qualität von Verpackungen für unsere
Produkte wesentlich verbessern, denn das trägt enorm viel dazu bei, wie die
Konsumenten den Wert unserer Produkte einschätzen. Insofern passt diese
Veranstaltung sehr gut auch zu dieser Problematik."
Die Messe Düsseldorf unterstützt den Kampf als Initiator von SAVE FOOD.
Nicht nur in Kenia, sondern Weltweit. Hier in Nairobi hat sie deshalb auf der
Veranstaltung FPPE, dem Food Processing and Packaging Exposyum, die
Initiative vorgestellt. Das Messeunternehmen glaubt, schon sinnvolle
Verpackung kann Nahrungsmittelverlusten entgegen wirken.
ON Dornscheidt: „Wir konnten Top-Unternehmen gewinnen, hauptsächlich die
Unternehmen, die auch in der Initiative SAVE FOOD tätig sind, das sind
bereits ca. 100 Unternehmen, die sich für das Thema SAVE FOOD engagiert
haben, und hier bei diesem ersten Exposyum tätig sind und sich stark
engagieren.“
Für Damares Ngugi gibt es nur wenig wichtigeres als ihre Landwirtschaft. Sie
kennt nicht nur den Preis für ein Kilogramm Schweinefleisch oder eine Mango -
für sie hat all das einen Wert. Und den gilt es, zu bewahren. Nicht nur hier in
Kenia, sondern auch in Ländern des Überflusses
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