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Joschka Fischer für Nachhaltigkeit im Kunststoff

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(17.10.2013) Was hat ein ehemaliger Grünenpolitiker auf einer Kunststoff-Messe zu suchen? Er wirbt für
nachhaltiges Denken und Handeln - auch bei Vertretern der Chemie- und Maschinenbau-
Industrie. Auf der Kunststoffmesse K in Düsseldorf sprach Joschka Fischer zu Journalisten
und Branchenvertretern und packte die Anwesenden da, wo sie’s am ehesten Verstehen:
bei ihrer wirtschaftlichen Zukunft.
Anmoderation
Joschka Fischer hat nichts verlernt. Der ehemalige Außenminister und Spitzenpolitiker der
Grünen hatte sichtlich Freude daran, den Industrievertretern seine Wirtschafts-Prognose zu
vermitteln. Ohne Nachhaltigkeit gehe nichts mehr - die Spitzenposition europäischer und
besonders deutscher Kunststoff- und Gummimaschinenbauer sei ohne klares Bewusstsein
für die Umwelt extrem gefährdet.
ON Fischer: „Wie glauben Sie werden 7 Mrd. und mehr Menschen, die unseren
Lebensstandard haben wollen - wie soll das funktionieren, wenn wir nicht in
Ressourceneffizienz, Energieeffizienz, erneuerbare Energien gehen? Wie soll das
funktionieren, wenn wir nicht geschlossene Kreisläufe haben? Wenn die Umweltlasten
immer größer werden? Insofern glaube ich, dass die Unternehmen, die um diese
Verantwortung wissen, aber auch um die Herausforderungen wissen, dass diese
Unternehmen am besten aufgestellt sind und da sollten wir Spitze sein.“
Ganz neu ist diese Erkenntnis den deutschen Anlagen- und Maschinenbauern allerdings
nicht. Bereits heute werben sie für ihre Initiative Blue Competence, die das Wort ECO im
Namen trägt. In der Düsseldorfer Innenstadt bringen drei Spritzguss-Maschinen
unterschiedlicher Hersteller den Passanten näher, wie und wo Kunststoff nachhaltig ist, bzw.
sein kann, wenn der Kunde es wünscht.
ON Thorsten Kühmann: „Das ist deswegen wichtig, weil wir glauben, dass Nachhaltigkeit
auch Wirtschaftlichkeit erreichen wird. Das ist ganz wichtig, weil wir meinen, dass man auch
als Kunde diesen Aspekt erkennen sollte und letztlich damit zum Erfolg eines Unternehmens
beitragen kann.“
Und dies ist ebenfalls nachhaltig. Kompostierbare Kaffeekapseln. Bisher oft aus Aluminium
und pro Portion einzeln verpackt - jetzt von einem Schweizer Kaffeeröster mit Ökokunststoff
der Firma BASF verpackt. Dieser ist übrigens teilweise aus Rohöl hergestellt -
Kompostierbarkeit schließt das überhaupt nicht aus.
ON Lars Liebscher: „Kompostierbar heißt - da gibt es eine ganz feste Norm für, eine
europäische Norm - bedeutet, dass innerhalb von 12 Wochen der Kunststoff komplett in
Kohlendioxyd und Wasser zerfallen muss. Und das erreicht unser Kunststoff hier eben auch:
innerhalb von 12 Wochen abzubauen, so dass Sie nichts wiederfinden.“
Ob Joschka Fischer damit schon zufrieden ist? Sicher nicht. Aber die Maschinenbauer, die
Rohstoffhersteller und die Kunststoffverarbeiter sind es ja auch nicht. Nur wer weiter forscht
bleibt am Ende Spitze. Und auf der K in Düsseldorf geht es viel um Nachhaltigkeit -
möglichst schon jetzt - aber erst recht in Zukunft.
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