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Kiss and Click - Mimiksteuerung für Computer und Co.

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(28.09.2014) Ab jetzt gibt es für Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung ein neues System, um
den PC oder Laptop ganz ohne Einsatz der Hände steuern zu können: ein Lächeln, ein
Kussmund oder das Hochziehen einer Augenbraue signalisieren dem Rechner, ob ein
Mausklick ausgelöst oder ein Programm geöffnet werden soll. Diese und andere
Innovationen für Menschen mit Erkrankungen wie z.B. ALS werden derzeit auf der
Rehacare in Düsseldorf vorgestellt."
Was diese Mimik bedeuten könnte? Dieser Rollstuhl weiß es. Eine kleines Gerät mit 3DKamera
tastet den Raum ab, erkennt Gesichter und viel wichtiger: die Mimik des Gesichts.
Ein Kussmund, ein vorgeschobenes Kinn oder die hochgezogene Augenbraue wird dann
vom Rechner übersetzt in einen Steuerungsbefehl.
ON Stefan Schaaf: „Am Lächeln sieht man das ganz hübsch, oder an den Augenbrauen.
Man kann den Kopf nach rechts und links neigen. Wir brauchen fünf Gesten, vorwärts,
rückwärts, rechts und links. Und einmal eine Sicherheits-Geste, um zu sagen: ,jetzt möchte
ich anhalten!’. Ansonsten sind bis zu 30 Gesten machbar. Das heißt je nach dem kann ich
individuell für jeden Patienten ausloten: Welche Gesten kann er? Welche Gesten kann er
am besten?“
Gebraucht wird nur die Software und eine Handelsübliche 3D-Kamera - bei insgesamt ca.
1100 Euro wird’s losgehen. Natürlich können auch Sprachcomputer so gesteuert werden,
oder andere Programme.
Das sozusagen andere Ende der Rollstühle ist dann dieses Modell. Der Invader von Otto
Bock ist eigentlich der Sportschuh unter den Rollis - passt durch Maßanfertigung aber
immer nur einem - hier zeigt National-Spieler Dirk Passiwan, wie’s geht.
ON Dirk Passiwan: „Also es sind Kleinigkeiten. Nur die Achse einen halben Zentimeter nach
hinten oder nach vorne, macht so viel aus bei den Fahreigenschaften, man ist weniger
wendig - man merkt es sofort im Spiel. Wir testen auch immer wieder aus, gerade auch dass
das Material richtig funktioniert, dass der Stuhl leicht läuft. Das ist alles sehr wichtig.“
Auf der Rehacare in Düsseldorf finden also Pflegende, Menschen mit Behinderung oder
auch nicht mehr ganz mobile Senioren kleine und große Lösungen für das alltägliche,
selbstbestimmte Leben. Dank vieler Neuheiten werden immer mehr Hindernisse
glattgebügelt.
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